München: Eine Reise durch eine Welt
Wie versprochen hier mein kleiner Bericht von meinem letzten Abend in München, beim Deutschland-Debüt des One World Piano Concerto, geschrieben von David Garrett und John Haywood und gespielt von der großartigen Olga Sheps mit den Münchner Symphonikern.
Ich teile nur die ersten Minuten des Eröffnungssatzes — nur einen kurzen Eindruck, tut mir leid! Ich wollte wirklich jeden Moment selbst erleben, statt zu filmen. Und glaubt mir… es hat sich absolut gelohnt.
Wenn Ihr Lust habt, meine Eindrücke zu lesen, scrollt einfach weiter. Wenn nicht, dann schaut das Video und genießt jeden Schlag.
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Falls Ihr weiterlest, denkt daran: Ich bin keine Expertin und schon gar keine professionelle Musikkritikerin. Ich bin einfach jemand, der Musik liebt — besonders die klassische — und das hier ist nur das, was ich gespürt habe.
Einer der größten italienischen Kunstkritiker, Cesare Brandi, sagte, dass Kunst in zwei Momenten wirklich existiert: wenn sie vom Künstler geschaffen wird und wenn sie vom Publikum erlebt wird. Bei der Musik würde ich hinzufügen: und wenn sie von herausragenden Interpreten zum Leben erweckt wird — wie gestern Abend.
Also… los geht's.
Das Konzert entfaltet sich in drei Sätzen.
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Der erste ist wahrscheinlich mein Lieblingssatz (auch wenn ich ihn noch ein wenig sacken lassen muss, bevor ich mich entscheide). Ich habe ihn als eine Reise erlebt — eine Entdeckung der Welt, die David uns als eine einzige spüren lassen wollte. Kleine musikalische Echos aus verschiedenen Kulturen trugen mich rasch über Länder und Traditionen hinweg. Die Melodie ist warm und schön, manchmal aber auch rau, fast so, als spiegele sie die Krisen wider, durch die unsere Welt geht. Dramatisch real… aber durchzogen von einem Faden Hoffnung.
Der zweite Satz ist ruhiger, romantischer, beruhigend und tröstend. Er fühlt sich an wie eine Geste der Liebe und — für die Gläubigen — fast wie eine sanfte Liebkosung von oben (von welchem Gott auch immer). Das Orchester nimmt hier eine umarmendere Rolle ein, und die Musik fließt süß dem Ende entgegen und lässt einen mit einem Gefühl von Frieden und Vertrauen zurück… einem Vertrauen, dem man vielleicht nicht trauen sollte.
Denn im dritten Satz erobert das Klavier wirklich die Bühne. Kraftvoll, intensiv, manchmal dissonant, berührt er etwas tief im Inneren und hinterlässt eine feine Unruhe. Und doch kehrt das Hauptthema immer wieder zurück, um einen zu retten — eine Handvoll Noten, die man wieder und wieder hören möchte, wie ein Anker in unruhigen Gewässern. Einfach schön.
Insgesamt ist dieses Konzert eine außergewöhnliche musikalische Reise — in die Welt, die David und John sich vorgestellt haben und in die wir als Zuhörer eingeladen sind, einzutreten. Für einen Moment fühlt man sich wirklich als Teil dieses Universums, das ihre Köpfe und Seelen mit solcher Meisterschaft und emotionaler Tiefe geschaffen haben.
Großartige, großartige Arbeit, Jungs.
Und danke für dieses Erlebnis.